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Einstieg

Für WordPress-Umsteiger: Wo finde ich was in EmDash?

Du kennst WordPress und suchst im Adminbereich von EmDash das Design-Menü? Ich zeige dir, wo Beiträge, Medien, Menüs, Plugins und Einstellungen gelandet sind, erkläre die Begriffe, die neu für dich sind, und sage dir, was es gar nicht gibt.

Von Publiziert am 8 Min. Lesezeitgeprüft mit 1.1 · aktuell 1.2

Deine EmDash-Site läuft, so wie Kevin es in seinem Einstiegsartikel zeigt. Jetzt öffnest du /_emdash/admin, und die Hand sucht links in der Seitenleiste ganz von selbst nach „Design“ oder „Werkzeuge“. Beides findest du nicht. Wo ist hier also was?

Genau darum geht es in diesem Artikel. Ich lege dir den WordPress-Admin und den Adminbereich von EmDash nebeneinander, Menüpunkt für Menüpunkt, und zwar aus Sicht von Leuten, die Inhalte pflegen und die Site betreuen, nicht aus Sicht der Entwickler. Danach kommt ein kleines Glossar mit den Begriffen, die du aus WordPress nicht kennst. Wie der Alltag im Editor im Detail aussieht, steht in meinem Artikel EmDash-Admin im Alltag, und ich verweise lieber darauf, als es hier zu wiederholen. Alle Menüpunkte habe ich im Quellcode und in der deutschen Übersetzung von EmDash 1.1.0 nachgeschlagen.

Die Seitenleiste in vier Gruppen

Bevor wir Punkt für Punkt vergleichen, lohnt ein Blick auf den Aufbau. Ganz oben stehen Dashboard und Kalender. Darunter ordnet EmDash alles in Gruppen. Unter Inhalt steht je ein Eintrag pro Inhaltstyp und dazu die Medien. Verwalten sammelt Kommentare, Menüs, Weiterleitungen, Widgets, Abschnitte, Taxonomien und Autorenangaben, und unter Admin liegt, was die ganze Site betrifft, etwa Inhaltstypen, Benutzer, Plugins, Import und Einstellungen. Bringt ein Plugin eigene Seiten mit, bekommen die eine vierte Gruppe namens Plugins.

Was du davon siehst, hängt wie bei WordPress an deiner Rolle. Die Gruppe „Verwalten“ erscheint ab der Rolle Redakteur, die Weiterleitungen darin und die Gruppe „Admin“ nur für Admins. Fehlt dir also ein Menüpunkt, liegt das oft schlicht an der Rolle.

Eine Sache irritiert am Anfang gern. Mit der Blog-Vorlage stehen unter „Inhalt“ auch im deutschen Adminbereich „Posts“ und „Pages“, und unter „Verwalten“ stehen „Categories“ und „Tags“. Diese Namen kommen aus der Vorlage und gehören zu deinen Daten, nicht zur Oberfläche. Umbenennen kannst du sie jederzeit. Worauf du dabei achten solltest, steht im Alltags-Artikel.

Die Karte: von WordPress zu EmDash

Mit diesem Aufbau im Kopf wird die eigentliche Übersicht kurz. Links steht der WordPress-Menüpunkt, in der Mitte der Weg in EmDash 1.1.0.

WordPress

EmDash

Gut zu wissen

Dashboard

Dashboard

Zeigt Widgets der Site und der Plugins

Dashboard → Aktualisierungen

gibt es nicht

Ein Update ist ein neues Deployment

Beiträge, Seiten

Inhalt → Posts, Pages

Zwei Inhaltstypen aus der Vorlage

Beiträge → Kategorien, Schlagwörter

Verwalten → Categories, Tags

Taxonomien, ab der Rolle Redakteur

Medien

Inhalt → Medien

Die Seite heißt „Medienbibliothek“

Kommentare

Verwalten → Kommentare

Ausstehend, Freigegeben, Spam, Papierkorb

Design → Themes

gibt es nicht

Das Theme ist Code im Projekt

Design → Anpassen

Admin → Einstellungen → Allgemein

Titel, Slogan, Logo, Favicon

Design → Menüs

Verwalten → Menüs

Design → Widgets

Verwalten → Widgets

Design → Vorlagen

Verwalten → Abschnitte

Werden beim Einfügen kopiert

Plugins

Admin → Plugins, Admin → Verzeichnis

Das Verzeichnis nur mit Sandbox

Benutzer

Admin → Benutzer

Dazu Verwalten → Autorenangaben

Werkzeuge → Import

Admin → Import

„Von WordPress importieren“

Werkzeuge → Export

Admin → Einstellungen → Umzug

Dazu Einstellungen → Backups

Einstellungen → Permalinks, Diskussion

Admin → Inhaltstypen

Pro Inhaltstyp, nicht global

Plugins für SEO und Weiterleitungen

Einstellungen → SEO, Verwalten → Weiterleitungen

Eingebaut

Die meisten Zeilen erklären sich selbst. Bei einigen lohnt sich aber ein zweiter Blick, und um die geht es jetzt.

Beiträge und Seiten sind Inhaltstypen

In WordPress sind Beiträge und Seiten zwei fest eingebaute Dinge, und alles Weitere kommt als Custom Post Type dazu. In EmDash ist beides ein ganz normaler Inhaltstyp, den die Vorlage angelegt hat. Ein eigener Typ für Referenzen oder Veranstaltungen steht später gleichberechtigt daneben, und Kevin erklärt im Einstieg, wie du ihn anlegst.

Jeder Inhaltstyp hat seine eigene Liste mit einem eigenen Papierkorb. Unter Admin → Inhaltstypen sitzen außerdem zwei Dinge, die bei WordPress global unter „Einstellungen“ liegen. Das URL-Muster ersetzt dort die Permalinks, und ob Kommentare erlaubt sind und wie streng sie moderiert werden, stellst du ebenfalls pro Inhaltstyp ein.

Einen Unterschied solltest du gleich am ersten Tag kennen. Klickst du in WordPress bei einem veröffentlichten Beitrag auf „Aktualisieren“, ist die Änderung sofort live. In EmDash landet sie erst in einem Entwurf, und deine Leser sehen die alte Fassung, bis du Änderungen veröffentlichen wählst. Der Kalender zeigt dir übrigens, was wann erscheint. Eine solche Übersicht bringt WordPress von Haus aus nicht mit.

Wo das Design-Menü geblieben ist

Bei den Inhalten findest du dich also schnell zurecht. Beim Design-Menü ist die Umstellung größer, denn ein Theme, das du im Adminbereich wechselst, gibt es nicht. Das Aussehen der Site sind Astro-Dateien im Projekt, und wer es ändern will, ändert Code und deployt neu.

Was du in WordPress unter „Design“ als Redakteur angefasst hast, ist trotzdem da, nur auf vier Stellen verteilt.

  • Menüs pflegst du unter „Verwalten“, verschachtelt wie gewohnt.
  • Widgets heißen auch so. Welche Widget-Bereiche es gibt, legt die Vorlage fest, beim Blog sind es eine Sidebar und ein Footer. Hineinziehen kannst du eigenen Text, ein Menü oder fertige Bausteine wie die neuesten Beiträge, Kategorien oder eine Suche.
  • Abschnitte sind das, was du aus WordPress als Vorlagen oder wiederverwendbare Blöcke kennst. Im Editor tippst du /abschnitt (oder /pattern) und fügst einen ein. EmDash kopiert ihn dabei in den Beitrag, spätere Änderungen am Original kommen dort also nicht mehr an.
  • Titel, Slogan, Logo und Favicon, also das, was du in WordPress unter „Design → Anpassen“ eingestellt hast, findest du unter Einstellungen → Allgemein.

Ein Punkt gilt für alle vier. Ein Menü oder ein Widget-Bereich erscheint nur dann auf der Site, wenn die Vorlage ihn auch ausgibt. Legst du einen neuen Widget-Bereich an, passiert öffentlich erst etwas, wenn jemand ihn ins Template einbaut.

Plugins, Benutzer und Werkzeuge

Damit sind wir beim Teil, den in WordPress meist nur Admins sehen.

Unter Plugins stehen die installierten Plugins, die du dort deaktivieren und konfigurieren kannst. Neue holst du aus dem Verzeichnis, so heißt die Registry im deutschen Adminbereich. Diesen Menüpunkt gibt es allerdings nur auf Sites mit Plugin-Sandbox, und die braucht auf Cloudflare den bezahlten Workers-Plan. Einen Knopf zum Hochladen einer ZIP-Datei gibt es nicht. Plugins mit vollen Rechten kommen über den Code ins Projekt und brauchen ein Deployment. Darum kümmert sich, wer den Code der Site betreut. Was die Sandbox schützt und was nicht, hat Kevin im Artikel zur Plugin-Sandbox untersucht.

Die Rollen unter Benutzer wirst du sofort wiedererkennen, es sind Abonnent, Mitwirkender, Autor, Redakteur und Admin. Nur die Namen weichen ein wenig ab, denn der Mitarbeiter aus WordPress heißt hier Mitwirkender und der Administrator schlicht Admin. Neue Leute holst du mit Benutzer einladen dazu, und sie melden sich danach mit einem Passkey an, Passwörter gibt es nicht. Neu ist, dass der Name über einem Beitrag nicht am Benutzerkonto hängt. Dafür gibt es die Autorenangaben, mehr dazu gleich im Glossar.

Die WordPress-Werkzeuge teilen sich in EmDash auf zwei Stellen auf. Import öffnet „Von WordPress importieren“. Dort lädst du die Exportdatei aus WordPress hoch oder verbindest dich mit dem EmDash-Exporter-Plugin, das mehr mitnimmt. Was dabei ankommt und was nicht, hat Kevin im Artikel zum ACF-Import ausprobiert. Das Gegenstück zum Export ist Einstellungen → Umzug. Es packt die ganze Site samt Medien in ein Paket, das du in eine leere EmDash-Installation einspielen kannst. Benutzerkonten und Zugangsdaten sind nicht drin, die E-Mail-Adressen von Autoren und Kommentierenden aber schon. Behandle die Datei also wie ein Datenbank-Backup. Für die Datensicherung selbst gibt es daneben Backups.

Was es nicht gibt

Bis hierhin hat fast jeder WordPress-Menüpunkt ein Gegenstück gefunden. Drei Dinge wirst du aber vergeblich suchen. Seiten lassen sich nicht unter andere Seiten hängen, einen Seitenbaum wie in WordPress gibt es also nicht. Eine Seitenstruktur bildest du nur über verschachtelte Menüs ab. Einen Page Builder wie Elementor gibt es auch nicht, und das ist Absicht. Mit einem Blocks-Feld kann die Entwicklung Seiten aus festen Bausteinen zusammensetzbar machen, frei gestalten wie in Elementor kannst du sie aber nicht. Und ein Gegenstück zu WooCommerce fehlt ebenfalls. Was das für Kundenprojekte bedeutet, hat Kevin in seinem Leitfaden für Agenturen ausführlich beschrieben. Lies dort nach, bevor du eine Site mit vielen Unterseiten umziehst.

Kleines Glossar

Zum Schluss die Begriffe, über die du im Adminbereich und in der Doku stolpern wirst.

  • Inhaltstyp (Collection): Eine Art von Inhalt mit eigenen Feldern, etwa Posts, Pages oder Referenzen. In WordPress entspricht das einem Post Type mit ACF-Feldern, nur ohne Plugin. Mehr in der Doku zu Collections.
  • Portable Text: So speichert EmDash Fließtext, als strukturiertes JSON statt als HTML. Erst die Vorlage macht daraus HTML, Kevin erklärt das im Einstieg.
  • Autorenangabe (Byline) und Benutzer: Ein Benutzer ist ein Konto mit Rolle und Login. Eine Autorenangabe ist das öffentliche Profil über dem Beitrag, und das darf auch ein Gastautor ohne Konto sein. Wie beides zusammenhängt, steht im Alltags-Artikel.
  • Taxonomie: Der Oberbegriff für Kategorien und Schlagwörter. Anders als in WordPress legst du eigene Taxonomien ohne Code an, über „Neue Taxonomie“ auf der Seite der Kategorien. Mehr in der Doku zu Taxonomien.
  • Abschnitt (Section): Ein wiederverwendbarer Textbaustein, den der Editor beim Einfügen kopiert. Aus WordPress importierte wiederverwendbare Blöcke landen hier. Siehe Doku zu Abschnitten.
  • Widget-Bereich: Eine benannte Stelle im Template, zum Beispiel die Sidebar, deren Inhalt du im Adminbereich bestimmst. Ändert sich ein Widget, ändert es sich überall, wo der Bereich erscheint. Siehe Doku zu Widget-Bereichen.
  • Seed: Eine Datei im Projekt, die den Startzustand beschreibt, also Inhaltstypen, Menüs und Beispielinhalte. EmDash wendet sie genau einmal an, auf eine leere Datenbank. Warum das wichtig ist, steht im Alltags-Artikel.
  • Sandbox-Plugin und natives Plugin: Ein Sandbox-Plugin läuft abgeschottet mit den Rechten, die es vorher anmeldet, und lässt sich im Adminbereich installieren. Ein natives Plugin läuft mit vollen Rechten und kommt über den Code und ein Deployment.
  • Registry: Der Katalog für Sandbox-Plugins, im deutschen Adminbereich „Verzeichnis“. Durchstöbern kannst du ihn auch ohne Login unter plugins.emdashcms.com.
  • MCP: Eine eingebaute Schnittstelle, über die KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT Inhalte lesen und bearbeiten können, mit den Rechten ihres Benutzers. Einrichten lässt sie sich laut Doku zu AI Tools mit einem Token aus Einstellungen → API-Tokens oder per OAuth.
  • Entwurf und Revision: Ein Entwurf ist die noch nicht öffentliche Fassung eines Eintrags, auch bei einem schon veröffentlichten Beitrag. Revisionen sind gespeicherte Stände, zu denen du mit Wiederherstellen zurückkehrst, ohne dass etwas verloren geht.

Fazit

Zurück zur Frage vom Anfang. Fast alles, was du im WordPress-Admin angefasst hast, findest du in EmDash wieder, oft sogar unter demselben Namen. Die Unterschiede liegen weniger in den Menüs als im Prinzip dahinter. Das Design ist Code und kein Menüpunkt, Beiträge und Seiten sind Inhaltstypen wie alle anderen, Permalinks und Kommentare stellst du pro Inhaltstyp ein, und eine Änderung an einem veröffentlichten Beitrag bleibt Entwurf, bis du sie veröffentlichst. Wenn du dir diese vier Dinge merkst, brauchst du die Karte bald nicht mehr. Und für das, was es nicht gibt, lohnt sich vor dem nächsten Kundenprojekt der Blick in Kevins Leitfaden.

Über den Autor

Daniel Müller

Daniel MüllerEmDash-Maintainer

Daniel Müller baut Websites, die ohne ihn auskommen. Klingt nach schlechtem Geschäft, ist aber sein bestes Argument. Und falls doch mal was ist, geht er selbst ans Telefon, ohne Warteschleife und ohne Ticketsystem. Eisbachcode aus München, Maintainer bei EmDash.

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